Die SBB zeigte die zunehmende überregionale Bedeutung des Bahnhofs Brugg und machte Zielkonflikte zwischen Bahninfrastruktur und Umfeldentwicklung sowie Unterschiede in Finanzierung und zeitlicher Abstimmung sichtbar. Sie unterstrich die Bedeutung einer frühzeitigen Zusammenarbeit und das Festlegen der – ggf. gegenseitigen - «Interessenslinien». Das Referat des Kantons ergänzte mit Perspektiven aus der regionalen Gesamtverkehrsplanung, insbesondere zur geplanten Zentrumsentlastung und zur Veloinfrastruktur. Brugg Immobilien gab Einblicke in die Entwicklungsabsichten als grösster privater Grundeigentümer in unmittelbarer Nachbarschaft zur Verkehrsdrehscheibe Brugg und die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren bei der Entwicklung einer städtebaulichen Entwicklung über die kommenden 20 Jahre.
Als wichtige Erkenntnisse zeigten sich die Notwendigkeit zur Verbesserung der Querungsmöglichkeiten zu Fuss und per Velo, der Handlungsbedarf für die Verbindung der öffentlichen Räume auf beiden Seiten des Bahnhofs, am Neumarkt und zur Altstadt sowie die Notwendigkeit abgestimmter Nutzungs- und Parkierungskonzepte. Auch die Frage der Zwischennutzungen und die Transformation angrenzender Areale wurden als zentrale Ansatzpunkte hervorgehoben. Zudem wurde klar, dass die Entwicklungen aller Akteure (Bahnhof/Verkehrsdrehscheibe aus Sicht Umsteigen und raumplanerische Entwicklungspotenziale durch die VDS) frühzeitig, gesamthaft und gemeinsam gedacht und geplant werden sollten. Ein weiteres Thema zur Übertragbarkeit auf alle Verkehrsdrehscheibenprojekte war die diskutierte Langfristigkeit aller Projektbestandteile. Daher sollen im Fall Brugg nach Meinung der Teilnehmenden erste von der Bevölkerung nutzbare Bausteine wie z.B. verkehrsberuhigende Massnahmen etwa an der Aarauerstrasse, bereits vor der Zentrumsentlastung angegangen werden.
Ebenfalls einhellig zeigte sich das Publikum zur Grundvoraussetzung für erfolgreiche Verkehrsdrehscheiben aus Sicht aller Dimensionen die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ausreichend personellen und finanziellen Ressourcen, sowie idealerweise personelle Kontinuität sowie eine kontinuierliche Kommunikation mit der Bevölkerung erfordert.


09:45
Eintreffen bei Kaffee und Gipfeli
10:00
Begrüssung und Einführung ins Thema, der Bahnhof Brugg/Windisch als Verkehrsdrehscheibe
Prof. Gunnar HEIPP, IRAP Institut für Raumentwicklung
Dominic CHURCH, Stadt Brugg AG
10:30
Städtebauliche Entwicklungsperspektive und Planungssituation
Dominic CHURCH, Stadt Brugg AG
11:00
Anforderungen und Herausforderungen aus Sicht SBB Infrastruktur und Immobilien
Eliane JEANNERET, SBB Infrastruktur
Theodora PAPAMICHAIL, SBB Immobilien
11:30
Impulse für die Stadtentwicklung
Thorsten BUSCH, Brugg Immobilien AG
12:00
Gesamtverkehrskonzept Aargau, Zentrumsentlastung und Busterminal
Dominik KRAMER, BVU Kanton Aargau
12:30
Lunch & Networking
13:30
Besichtigung in Gruppen rund um den Bahnhof
15:30
Diskussion, Reflexion und fachlicher Austausch zur Rolle der Verkehrsdrehscheibe Brugg AG
Moderation: Prof. Gunnar HEIPP, IRAP Institut für Raumentwicklung
16:30
Zusammenfassung und Ausblick
Prof. Gunnar HEIPP, IRAP Institut für Raumentwicklung
Dominic CHURCH, Stadt Brugg AG
16:45
Apéro